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Lieber Pastor Erich Engler, liebe Geschwister der Internetkirche,
Nach der Predigt "Der Preis der Treue", die ich diesmal "life" hören durfte, ist bei mir ein Knäuel von Verwirrungen aufgegangen:
Als ich vor 21 Jahren wiedergeboren wurde, waren gerade die "Gabentests" in den Gemeinden hoch im Kurs.
Und wenn man noch Babychrist ist, die Seele noch nicht erneuert ist, wenn man keine Lehre über die Trennung von Geist, Leib und Seele kennt, dann kann man im Fleisch den Gabentest bestens manipulieren (unbewusst).
Das war bei mir so. Unbewusst habe ich all das angekreuzt, was meine Seele sich wünschte.
Und mit dem Ergebnis des Tests ging ich folgendermaßen um:
Ich brachte mich in der Gemeinde nur dort ein, wo die Arbeit meinen Gaben entsprach. So wurde ich "gelehrt", und so lebte ich.
Wenn es eine Arbeit gab, die ich hätte tun können, die aber nicht meinen Gaben entsprach, engagierte ich mich eher nicht, hatte aber dabei ein schlechtes Gewissen.
Wurde meine Gabe nicht gebraucht, fragte ich mich oft, ob Gott wohl bloß die großen Propheten, Lehrer, "Befreiungskämpfer", "Heiler" und Wundertäter gebrauchen kann?
Viele Jahre plagten mich die Fragen bezüglich dieses Gabentests. Ich wurde immer verwirrter, je mehr ich versuchte, diese Tests in Einklang mit dem Wort zu bringen.
Seit einem Jahr nun, seit ich das volle Evangelium höre, habe ich mal alle Gabentest-Ergebnisse auf die Seite gelegt.
Ich brachte mich in der Gemeinde mit Arbeiten ein, die überhaupt nicht im Gabentest aufgeführt sind:
Ich korrigierte Bücher für einen Prediger, ich putzte die Toiletten während eines Bibelschul-Seminars, ich kassierte Gelder ein während des Finanzseminars in Heilbronn (obwohl ich in Mathe eher schlecht war und Zahlen mich immer nur zur Verzweiflung gebracht haben!).
Ich tat Fürbitte für meine Gemeinde und Missionare, weil Gott mir das gesagt hat. Aber Fürbitte stand gar nicht als Ergebnis in meinem Gabentest.
Aber: ich tat die Arbeit, die gebraucht wurde, ich tat sie mit ganzer Hingabe, und am Ende war ich froh und glücklich.
Diese Erfahrung hat mich seit 1 Jahr zum Nachdenken gebracht über die Gabentests allgemein und speziell meine Talente.
(Einer der Gabentest - Freaks sagte mal zu mir: Eigentlich passt die "Fürbitte", die Du tust, gar nicht zu Deiner "Gabenkombination"! ) Jetzt gab es auch noch eine Gabenkombination !!!!
Das verwirrte mich noch mehr.
Ich fragte mich immer wieder: Braucht Gott mich überhaupt; wo kann er mich gebrauchen, mit welchen Talenten kann ich ihm dienen???
Wenn ich ganz "im Fleisch unterwegs war", sagte ich manchmal zu Gott: Wenn Du mich nicht gebrauchen kannst, darfst Du mich auch von der Erde wegnehmen. (Solche Sätze gehören heute nicht mehr zu meinem Repertoire. )
Gestern wurde dieses Knäuel von Verwirrungen aufgelöst. Preis sei Gott !!!! Gott ist so gut, dass er mir so viele Fragen mit dieser Predigt beantwortet hat.
Ich durfte gestern einige Dinge erkennen und eine Entscheidung treffen: Ich habe alle Gabentests und Ergebnisse weggeworfen.
Ich will mich nur noch vom Heiligen Geist leiten lassen. In den Bereichen, in die mich Gott bereits hingestellt hat, will ich treu meine Arbeit tun. Wenn der Heilige Geist mir einen Dienst in der Gemeinde gibt, werde ich ihn annehmen und treu sein - egal, was es ist. (ob es meinem Fleisch gefällt, oder nicht.)
Ich danke meinem himmlischen Vater, dass er durch die Botschaften, die ich in der Familien- / Internetkirche höre, immer mehr Klarheit in mein Leben kommt - und damit auch immer mehr Freude und "Entwirrung".
Mein Leben wird jetzt richtig spannend. Mal sehen, wie Gott weiter führt !!!!!
- E.G., D
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